Landesfachstelle Netzwerk Kinder von Inhaftierten NRW startet in zweite Projektphase
Chance e.V. neu dabei
Münster. In NRW leben mehrere tausend Kinder mit mindestens einem inhaftierten Elternteil – eine Situation, die für viele von ihnen mit Isolation, Scham und seelischer Belastung verbunden ist. Die Landesfachstelle „Netzwerk Kinder von Inhaftierten NRW„, getragen vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) setzt sich für kindgerechte Besuchsangebote und eine bessere Unterstützung der betroffenen Familien ein. Jetzt haben LWL und LVR Verstärkung bekommen: Ab sofort ergänzt der Chance e.V. die Landesfachstelle im Netzwerk Kinder von Inhaftierten NRW.
„Mit seiner fachlichen Expertise bringt Chance e.V. wichtige Impulse in das Netzwerk ein, um die Versorgung und Begleitung von Kindern inhaftierter Eltern langfristig zu sichern und auszubauen“, sagt Wilhelmine Geenen vom LWL-Landesjugendamt. Anja Glaser von Chance e.V. ergänzt: „Gemeinsames Ziel der Arbeit ist es, insbesondere auch auf struktureller Ebene nachhaltige Verbesserungen zu erreichen und bestehende Angebote für die betroffenen Kinder und ihre Familien weiterzuentwickeln.“
Hintergrund
Die Landesfachstelle ist für Fachkräfte und betroffene Familien Anlaufstelle für alle Anfragen um das Thema Kinder von Inhaftierten und stellt verschiedene Informationsmaterialien bereit – darunter den Ratgeber „Elternteil in Haft – Wie sage ich es meinem Kind?“ sowie barrierefreie Kinderbücher wie „Mama muss ins Gefängnis“ und „Papa muss ins Gefängnis“. Diese Materialien und weitere Informationen gibt es unter:
LWL/Alexandra Heckhuis