ELKI: E-Learning und Kinder von Inhaftierten

Wenn ein Elternteil inhaftiert wird, verändert sich in der Regel für die gesamte Familie vieles. Besonders Kinder und Jugendliche stehen vor großen Herausforderungen: Ein vertrauter Mensch fehlt, Fragen bleiben offen, Gefühle wie Unsicherheit, Loyalitätskonflikte oder Scham können auftreten.

Auch pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte erleben diese Situationen oft unmittelbar, fühlen sich jedoch nicht immer ausreichend vorbereitet.

Was mit ELKI erreicht werden soll

Mit dem Projekt ELKI der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm soll ein E-Learning-Angebot für Fachkräfte in Kita, Schule und anderen pädagogischen Bereichen entwickelt werden. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit inhaftiertem Elternteil so zu begleiten, dass sie sich verstanden, ernst genommen und sicher fühlen.

Damit das Angebot wirklich praxisnah wird, soll nicht über Betroffene gesprochen werden, sondern mit ihnen.

Gesucht werden:

  • Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren mit inhaftiertem Elternteil
  • Betreuungspersonen von Kindern mit inhaftiertem Elternteil
  • Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte mit Kontakt zu Kindern mit inhaftiertem Elternteil

Eine Teilnahme ist sowohl bei aktueller Inhaftierung möglich, als auch bei abgeschlossener Inhaftierung oder Betreuung bzw. Zusammenarbeit im pädagogischen Kontext.

Worum geht es?

In einem vertraulichen Gespräch sollen folgende Fragen besprochen werden:

  • Welche Erfahrungen werden gemacht?
  • Was wünschen sich Kinder und Jugendliche von Fachkräften?
  • Welche Unterstützung benötigen Fachkräfte?

Ablauf

  • Dauer: ca. 45–60 Minuten
  • Persönlich oder digital
  • Streng vertraulich und anonymisiert
  • Freiwillige Teilnahme und kann jederzeit beendet werden
  • Gespräch allein oder mit vertrauter Person möglich
  • Als Dankeschön: Einkaufsgutschein

Kontakt:

📧 sw-elki@th-nuernberg.de
📞 0911 5880-2525

Gestalten Sie mit, wie Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern künftig aussehen kann.